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Alles was Sie über Geburten wissen, ist falsch.

Bevor Sie sich jetzt fragen, ob das ein Scherz ist: Nein, das ist kein Scherz.

Die ganze Welt denkt und redet über die Geburt, als wäre sie ein Ereignis, das am Ende der Schwangerschaft wie eine göttliche Fügung unausweichlich über die Schwangere herfällt. Ein Ereignis, dass je nach dem so oder so oder so ist.

Die Erkenntnisse der Neurobiologie aber zeigen, dass das ein totales Missverständnis ist.

Dreh- und Angelpunkt ist das komplexe Körper-Geist-Gefüge und hier insbesondere der Verstand.

Der Verstand ist keineswegs nur zum Denken da. Er ist nämlich vor allem anderen so etwas wie ein Baumeister, in dem er Vorstellungen in den Körper einbaut. Genauer gesagt baut er Vorstellungen in den Körper ein noch bevor einem die Vorstellung selbst bewusst wird!

Wenn Sie eine Idee oder eine Vorstellung davon haben, wie eine Geburt wohl ist, bestehen bereits entsprechende neuronale Verbindungen – sonst wären Sie nicht in der Lage, diese Vorstellung wahrzunehmen. Und von diesem Augenblick an wird der Verstand daran arbeiten, diese Vorstellung immer weiter zu präzisieren – und zwar auf folgende Weise:

Was auch immer ein Mädchen über Geburten hört oder liest und welche Vorstellung es daraus ableitet, wie die Geburt wohl ist, wird zum Bauplan für ihren Verstand: Als erstes lässt er unzählige neuronale Netze entstehen. Danach kümmert er sich darum, dass Muskeln und Sehnen so mit dem Gehirn verbunden und an spezifische Hormonausschüttungen gekoppelt werden, dass die Geburt auch genau so stattfinden kann, wie es sich das Mädchen vorgestellt hat. So gesehen macht der Verstand aus einer Idee Wirklichkeit.

Mit anderen Worten: „Die Geburt” ist im Grunde kaum mehr als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die Zeit genug hatte, in Körper und Geist zu reifen.

Damit wäre auch gleich noch geklärt, warum so viele „die Geburt” als recht unangenehm und schmerzhaft erleben, denn diese Erlebnisse vererben sich ja über Erzählungen von Mensch zu Mensch oder über Medien: Sie erleben nicht was ist, sondern was sie erwarten.

Das Seltsame an dem Ganzen ist aber, dass „die Geburt” selbst gar nicht existiert! Sie ist nur der Name für einen mehr oder weniger willkürlich festgelegten Zeitraum am Ende der Schwangerschaft und entsteht überhaupt erst durch Ihr Gebären.

Dazu kommt, dass keine zwei Lebewesen gleich sind.

Aus diesen beiden Gründen kann Ihnen niemand sagen, wie die Geburt ist – und alles, was Sie über Geburten annehmen, ist nichts weiter als eine Fantasie – leider eine mit einer sich täglich verstärkenden Tendenz, sich genau so zu verwirklichen.

Wie ändern?

Das lässt sich nicht so einfach ändern – falls es sich überhaupt ändern lässt.

Aber was sich ändern lässt, ist Ihre Einstellung.

An vorderster Stelle muss Ihre Einsicht stehen, dass Sie es sind, die gebärt – nicht die Geburt. Sie sind die Ursache, nichts sonst.

Aber natürlich ist diese Einsicht nicht genug, denn zum einen sind wir Menschen vergesslich. Zum anderen verblassen Einsichten recht schnell im grauen Alltag. Und noch bevor man sich richtig versieht, ist man wieder in den alten Vorstellungen gefangen.

Deshalb braucht es ein System, das Sie darin unterstützt, eigene Vorstellungen aufzubauen und mit vorhandenen Vorstellungen zu kombinieren.