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Engel bei der Geburt

Foto eines Babys mit Engelsflügeln auf dem Rücken des Stramplers

Schwangerschaft kann eine wirklich unglaublich interessante Zeit sein. Spirituelle Erlebnisse am laufenden Band.

Leider werden viele dieser Erlebnisse übersehen. Vielleicht weil man falsche Vorstellungen von spirituellen Erlebnissen hat.

Andererseits hat das Thema Engel schon seit Jahren eine immer größer werdende Schar von Interessenten. Viele fragen sich, ob es Engel gibt oder ob eine Erfahrungen, die sie hatten, real sein könnte. Sie zweifeln ein bisschen an ihrer eigenen Einschätzung, ob das denn wirklich sein kann, was sie dabei fühlten.

Im Dezember 2010 hatte ich im Vorgängerblog Das Schwangerschaftserlebnis die Geburtserfahrung von Stephanie Skouras veröffentlicht … und gerade beim Aufräumen wieder entdeckt – und entschieden, dass dieser Beitrag hier in dieser Website viel besser passt.

Half ein Engel bei der Geburt?

von Stephanie Skouras

Foto von Stefanie Skouras mit Tochter

Foto von Stefanie Skouras mit Tochter

17. April. Hochschwanger liege ich in meinem Bett. Meinem kleinem Laki habe ich gerade noch seine Flasche gegeben. Jetzt liegt er neben mir und gleitet so langsam wieder in den Schlaf. Wie sanft er doch aussieht, wenn er schläft. Wie ein richtiger kleiner Engel.

Ab und an melden sich immer wieder mal ein paar Wehen. Aber das kenne ich ja noch von der letzten Schwangerschaft. Solange ist die ja noch nicht her … also keine Unruhe! Alles vollkommen normal.

Mein Mann ist gerade vor dem Fernseher eingeschlafen. Morgen hat er Dienst; da bleibt er die ganze Nacht weg.

Müde bin ich. Mein großer runder Bauch, mein kleiner schlafender Engel neben mir und der Umzug in eine neue Wohnung machen mich doch recht schlapp. Rein rechnerisch ist mein zweites Kind in rund drei Wochen dran. Aber er kommt mit Sicherheit früher. Das weiß ich einfach. Nur wann? Welches Geburtsdatum hat er sich wohl ausgesucht?

Oh – oh. Die Wehen werden jetzt aber doch ein bisschen stärker.

Tief durchatmen, wegatmen … uuuh, schon wieder eine dieser stärkeren Wehen.

Mal gucken was mein Mann so macht: Er schläft in völliger Ruhe.

„Schatz, hallooo Schahaatz … Meine Wehen werden stärker,” flüstere ich ihm noch leise zu.

Müde schaut er mich an. Ich glaub er hat überhaupt nicht mitbekommen, was ich gesagt habe.

„Schaaahaatz … das Baby … die Weehen …”

Langsam werde ich ein bisschen lauter. Mit blinzelnden Augen guckt mich mein Mann an und setzt sich langsam auf; während dessen setzte ich mich doch lieber auf den nächst besten Sessel.

„Ich glaube, wir sollten vielleicht die Tasche nehmen und ins Krankenhaus fahren …

Ja, so richtig Lust habe ich eigentlich nicht und auch mein Mann kann sich noch nicht so richtig für eine so frühe Entbindung begeistern. Drei Wochen vor ET – das wäre doch reichlich früh. Aber die Wehen sind nun zunehmend intensiver, und plötzlich …

„Schatz! Die Fruchtblase!” rufe ich erschrocken.

„Mmh??” mein Mann schaut mich fragend an.

„Meine Fruchtblase ist geplatzt!”

Ich bin vollkommen schockiert – das geht mir alles zu schnell.

„Dann sollten wir jetzt langsam ins Krankenhaus fahren.̵ meint mein Mann, immer noch recht verschlafen.

„Schatz! Ich glaube der Kopf ist mit gerutscht!” rufe ich.

„Was?”

Endlich ist er wach! Aber ich muss mich hinlegen. Und tatsächlich: mein Mann kann schon ein drittel des Kopfes sehen!

Was sollen wir jetzt nur tun? Wie kommen wir so ins Krankenhaus? Wie komme ich die Treppe runter? Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf.

„Dann bekommen wir ihn eben hier!” sagt mein Mann beherzt und vollkommen selbstsicher, wie mir scheint. Das gibt mir urplötzlich meine Ruhe zurück. Als wäre dieser Satz ein Zauberspruch gewesen. Natürlich! Daran habe ich jetzt gar nicht gedacht. Eigentlich habe ich es mir auch immer gewünscht meine Kinder zu Hause zur Welt zu bringen. Wie schön!

In diesem Augenblick spüre ich eine liebevolle und vertraute Energie hinter mir, dann zwei Hände auf meinen Schultern und eine Stimme, die mir sanft sagt:

„Hab keine Angst, in fünf Minuten ist alles geschafft.“

Und tatsächlich habe ich weder Angst noch Besorgnis. Diese Energie ist so klar und wundervoll, dass ihre Erinnerung mich auch heute noch tief berührt.

Drei starke Wehen … und mein kleiner Engel ist da. Kurz darauf liegt er eingemummelt auf meinem Bauch. Seine kleinen Augen schauen mich an.

„Hallo mein Schatz. Ich bin deine Mami.

Der 18. April hat gerade begonnen.

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